Die Drehscheibe für den Regionalbusverkehr wird elektrifiziert
In der ersten Bauetappe von 2020 bis 2021 wurden entlang der Bahnhofstrasse in Schaffhausen zwölf Schnellladepunkte und die Ladeinfrastruktur im Keller der Hauptpost für die Elektrobusse des Stadtverkehrs installiert. In der zweiten Etappe wurde die Bahnhofstrasse hindernisfrei gemacht und städtebaulich aufgewertet. Am Samstag, 30. August 2025 wurde der neu gestaltete, sichere und für alle zugängliche Verkehrsraum feierlich eingeweiht.
Der Entscheid, auch den Regionalverkehr schrittweise auf batterieelektrische Busse umzurüsten, erfordert erstens die Beschaffung der Fahrzeuge – neue Standard- und Gelenkbusse –, und zweitens muss nun die Infrastruktur auf das Laden mit Strom ausgebaut werden. Sichtbar wird dies am Bahnhof Schaffhausen im Regionalbuszentrum. Der Umbau beginnt im März 2026 und wird im Sommer 2027 abgeschlossen sein. Im gleichen Zeitraum ist auch der Einbau von zusätzlichen Übernacht-Ladestationen in der neuen Einstellhalle Ebnatring geplant. Nach der Umstellung von Dieselfahrzeugen auf batterieelektrische Busse leistet der Regionalverkehr einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Verbesserung der Luftqualität.
Baustart: März 2026
Inbetriebnahme und Testphase: Mitte 2027
Definitive Betriebsaufnahme: 3. Quartal 2027
Die Erweiterung der Ladeinfrastruktur in der Einstellhalle Ebnatring befindet sich aktuell in Planung. Sie wird parallel zum Bau des RBZ installiert und zur gleichen Zeit in Betrieb genommen.
Ladeinfrastruktur
Wie im Stadtverkehr werden auch die neuen Elektrobusse für den Regionalverkehr so konfiguriert, dass sie beim Halten am Bahnhof Schaffhausen die Batterie mit dem Stromabnehmer zwischenladen. Über Nacht werden sie im Depot schonend vollgeladen. Für die Zwischenladungen werden im Regionalbuszentrum sieben Schnellladepunkte und eine Trafostation gebaut.
Zuerst wird die unterirdische Trafostation mit Schaltanlage, zwei Transformatoren, sieben Ladegleichrichtern und Hilfsbetrieben für Elektro- und Kältezentrale direkt neben der Velostation gebaut. So bleibt die Distanz zu den Ladepunkten kurz, wodurch Energieverluste und Baukosten niedrig gehalten werden. Die neuen Ladepunkte bestehen mehrheitlich aus Stahl, sind in die Busdächer integriert und erhalten wie an der Bahnhofstrasse Ladehauben mit 270 bis 540 kW Leistung.
In der zweiten Bauphase wird die heutige Kante E mit einer Sägezahnausbildung erstellt und die Haltekanten werden teilweise neu bezeichnet.
Barrierefreiheit inklusive
Im RBZ wird ebenfalls durchgängig das Zürich-Bord installiert und die Haltekanten werden auf 22 Zentimeter erhöht. Der ebene Einstieg in die Busse erleichtert auch im Regionalverkehr Menschen mit eingeschränkter Mobilität das Ein- und Aussteigen. Taktile Markierungen und ausreichend Platz zum Manövrieren auf dem Trottoir ergänzen das Angebot.
Die Sägezahnausbildung der heutigen Kante E ermöglicht, jeder Haltekante eine einzige Buslinie fest zuzuordnen. Dies erleichtert Fahrgästen die Orientierung und macht kurzfristige Verschiebungen an eine andere Haltekante überflüssig.
Wie bereits andernorts erwähnt, rüsten die vbsh darüber hinaus die neue Regionalbusflotte mit dem innovativen Mobilitätsassistenzsystem Intros aus. Das System vereinfacht Menschen mit Seh- oder Mobilitätseinschränkungen die Nutzung des öffentlichen Verkehrs und es macht sie sicherer.
Strassenarchitektur
Das RBZ und die angrenzende Velostation wurden 2004 eröffnet. Am Aussehen der Dächer und an der Möblierung sind keine grösseren Änderungen geplant. Wie an der Bahnhofstrasse wird der gesamte Strassenbereich mit einem Betonbelag versehen. Die Trottoirs werden mit einem Asphaltbelag belegt. Die Beleuchtung im Bereich des RBZ wird modernisiert und angepasst.
Baubeginn am 2. März 2026
Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich rund fünfzehn Monate. Während dieser Zeit können einzelne Haltekanten im Regionalbuszentrum nicht genutzt werden. Einzelne betroffene Regionalbuslinien weichen deshalb auf freie Haltekanten aus.