Ritter der Regionalstrasse – Urs Schwyn und seine Leidenschaft fürs Busfahren
Urs Schwyn gehört zur «alten Garde» der Schaffhauser Regionalbuschauffeure. Sein Einstieg bei den vbsh geht auf die Rattin-Ära zurück. Im Erstberuf Metzger, später im Aussendienst tätig, beginnt Urs aushilfsweise bei Rheinfallbus – dort, wo heute das Tschu-tschu- Bähnli fährt – Bus zu fahren. Die Fahrten werden mehr, mit der Freude am Fahren wächst das Engagement, bis irgendwann bei Rattin im März 2002 Vollzeit erreicht ist. Aus SchaffhausenBus werden die vbsh und die Freude ist immer noch da!
Urs Schwyn
- Chauffeur im Regionalverkehr und Ausbildner
- seit 2001 bei den vbsh
- Lieblingslinie: alle im Klettgau und im Reiat – liebt die Abwechslung
Diese gibt Urs heute mit grossem Engagement weiter an Einsteigerinnen und Einsteiger sowie jüngere Kolleginnen und Kollegen. Als Instruktor mit über 20 Jahren Erfahrung teilt er sein Wissen mit der aktuellen und mit kommenden Chauffeurgenerationen. Morgenmensch Urs schätzt die Sicherheit der Stelle, mit der Schichtarbeit hat er sich arrangiert.
Spannend ist seine Definition eines guten Arbeitstages – denn Zufriedenheit stellt sich bei ihm immer dann ein, wenn die Leistung stimmt. Das heisst: Alles läuft wie am Schnürchen, keine Fehler gemacht, freundliche Begegnungen mit Fahrgästen – heute war ich gut!
Alles fährt Bus. Über 13,6 Millionen Fahrgäste haben die vbsh 2024 mit knapp 70 Bussen befördert. Aber wer kennt einen Buschauffeur persönlich? Wer eine Chauffeuse? Die Mitarbeitenden im Fahrdienst bilden den Kern der vbsh-Belegschaft. Wer sich eignet, einen Bus im Linienverkehr zu fahren, wer das mit viel Freude macht und warum – in der Serie «Die Welt hinter dem Steuer» geben vier Beispiele Einblick ins Cockpit.
Schaffhausen – ein Paradies für Busfahrer?
Alle Fahrdienstmitarbeitenden beurteilen die aktuelle Verkehrssituation in Schaffhausen ähnlich: Wir haben es gut in Schaffhausen – im Vergleich etwa zu verkehrsreichen Städten wie Zürich oder Genf –, aber die vielen Baustellen der letzten Jahre machen es mitunter schwierig, den Fahrplan einzuhalten. Auch bei der defensiven Fahrweise sind sich alle einig: Sicherheit geht vor. Dennoch gibt es die eine oder andere Stelle im Verkehr, die als potenziell gefährlich eingestuft wird.
Im Sommer sei generell Vorsicht geboten am Rheinufer wegen der Vielzahl an Velos, die nur mit gebührendem Abstand zu überholen sind. Urs erwähnt die Fussgängerstreifen in Merishausen, Gemeindehaus, und Beringen, Höhenweg. Beide liegen nahe an der Haltestelle, Autos überholen den Bus und so erfordert das Queren der Strasse die volle Aufmerksamkeit der Aussteigenden.
Wer öfter auch in anderen Städten im öV unterwegs ist, stösst in Schaffhausen auf etwas Spezielles: Viele Chauffeusen und Chauffeure grüssen und verabschieden sich persönlich. Eine Höflichkeitsformel, die freiwillig geleistet und in Schaffhausen sehr geschätzt wird.
Adie mitenand, en schööne Taag!